A N W A L T S K A N Z L E I S T R O T H M A N N D Ü S S E L D O R F - B O N N
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Bank und Darlehen

Setzen Sie Ihre Rechte gegenüber dem Kreditinstitut durch! Informieren Sie sich über Ihre Möglichkeiten. Von Falschberatung bis Umschuldung

  • Widerrufsklauseln
  • Darlehen und Kündigung
  • Forderungseinzug

Insolvenzrecht

Wir sind tätig in allen Bereichen des Insolvenzrechts. Wir betreuen Mandate sowohl auf Gläubiger- als auch auf Schuldnerseite.

  • Regelinsolvenzverfahren
  • Verbraucherinsolvenzen
  • Insolvenzplanverfahren

Arbeitsrecht

Für Arbeitgeber und Arbeitnehmer: Unterstützung von der Anbahnung des Arbeitsvertrages bis zur Beendigung

  • Arbeitsvertrag
  • Kündigung
  • Arbeitslohn

 

Herzlich willkommen!

Wir freuen uns, Sie auf unserer Homepage begrüßen zu können. Informieren Sie sich über unsere Kanzlei und unser Leistungsspektrum. Sprechen Sie uns an ! Wir nehmen uns Zeit für Sie: 0228 - 249 351 69 / 0211 - 4497 640

 

Wir setzen und auf allen klassischen Rechtsgebieten für die Interessen unserer Mandanten ein. Besonders in unseren Schwerpunktbereichen Insolvenzrecht, Bank- und Darlehensrecht, Arbeitsrecht und Immobilienrecht vertreten wir Sie mit Kompetenz und langjähriger Erfahrung.

 

Unser Team bietet sämtliche Facetten moderner Rechtsvertretung aus einer Hand - und das seit 13 Jahren

Insolvenzanfechtung

  • alle Arten der Insolvenzanfechtung
  • Unternehmen wie Privatpersonen
  • Vertretung gegenüber Insolvenzverwaltungen
  • gerichtlich und außergerichtlich

Geschäftsführer: Haftung

Wir betreuen Geschäftsführer

  • gegenüber Insolvenzverwaltern bei Forderungen gemäß § 64 ff. GmbHG und Anfechtung
  • gegenüber der Sozialversicherung
  • gegenüber dem Finanzamt bei drohenden Haftungsbescheiden
  • gegenüber privaten Gläubigern

Insolvenzanfechtung für  Vermieter, Lieferanten und Dienstleister

Rückforderungen der Insolvenzverwaltung abwehren - kompetente Hilfe durch den von Richterrecht geprägten Anfechtungsdschungel

 

 

Insolvenzanfechtung für Kreditgeber

Sicherheiten vereinbaren - mit Sicherheit

  • Beratung im Vorfeld
  • Abwehr von Forderungen der Insolvenzverwaltung

Insolvenz: Strafsachen

Vertretung im Strafverfahren

  • Bankrott ua. §§ 283 ff. StGB
  • Insolvenzverschleppung § 15a StGB
  • Veruntreuen von Arbeitnehmerentgelten § 266a StGB
  • Betrug § 263 StGB

 

 

Unsere Rechtsprechungshinweise:

 

 

Zur Haftung des Aufsichtsrats für Zahlungen nach Insolvenzreife, §§ 92, 93 AktG, § 64 GmbHG, § 130a HGB

 

Mit Urteil vom 06.03.2015 hat das OLG Hamburg, AZ: 11 U 222/13, entschieden, dass der Einzug von Forderungen auf ein debitorisch geführtes Konto nicht zwingend zu einer Masseschmälerung bei der insolvenzreifen Aktien-Gesellschaft führe. Das jedenfalls dann nicht, wenn diese Forderungen von einer Globalabtretung erfasst würden. Im Weiteren hat sich das Gericht mit der Haftung des Aufsichtsrats für verbotswidrige Zahlungen beschäftigt. Das Urteil ist für GmbH-Geschäftsführer in gleichem Umfang interessant.

 

Tilgungsbestimmung durch Insolvenzgläubiger versus Verrechnung durch Insolvenzverwalter

 

Mit Urteil vom 09.10.2014 hat der BGH, AZ: IX ZR 69/14, seine bisherige Rechtsprechung bestätigt, wonach der Insolvenzgläubiger Tilgungsbestimmungen treffen kann, die auch den Interessen des Insolvenzverwalter entgegen liefen. Dies ist dann von Interesse, wenn gegenüber einem zur abgesonderten Befriedigung berechtigten Insolvenzgläubiger auch Masseverbindlichkeiten bestehen und diese Erlöse daraus ausreichen, um alle Verbindlichkeiten zu tilgen. Es liegt dann im Interesse des Gläubigers, dass die an ihn ausgekehrten Erlöse zu allererst auf die gesicherten Insolvenzforderungen angerechnet werden. Die Masseverbindlichkeiten könnte er im laufenden Verfahren ungehindert geltend machen. Der Insolvenzverwalter dagegen wird eine Verrechnung in erster Linie mit den Masseverbindlichkeiten erreichen wollen. Der Bundesgerichtshof hat erneut bestätigt, dass in solchen Fällen die Tilgungsbestimmung des Insolvenzgläubigers Vorrang hat.

 

Pfändungstabelle 2015

 

Ab dem 01.07.2015 gelten für Arbeitseinkommen höhere Pfändungsfreigrenzen. Das Bundesministerium der Justiz hat dies mitgeteilt. Der steuerliche Grundfreibetrag hat sich seit dem letzten Stichtag um 2,76 % erhöht. Hieraus ergibt sich dann die Erhöhung der Pfändungsfreigrenzen im gleichen Verhältnis. Der monatlich unpfändbare Grundbetrag beläuft sich dann 1.073,88 Euro.

 

Unpfändbare Anteile des Arbeitslohnes

 

Die Ansprüche auf Zeitzuschläge zum Arbeitslohn sind nicht pfändbar. Das Landesarbeitsgericht Berlin hat noch einmal klargestellt, dass die Ansprüche des Arbeitnehmers aus Schichtzulagen sowie auf Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit unpfändbar seien und nicht abgetreten werden können. Das entsprechende Urteil des LAG Berlin Brandenburg ist am 09.01.2015 ergangen, AZ: 3 Sa 1335/14.

 

Grundbuch / Eintragungsbewilligung / Insolvenzvermerk

 

Das OLG Celle hat mit Beschluss vom 16.04.2015, AZ: 4 W 57/15, entschieden, dass ein Insolvenzvermerk im Grundbuch dazu führen kann, dass trotz einer zuvor erteilten Bewilligung bei einer Eintragung nach Löschung des Insolvenzvermerks die Bewilligungsbefugnis erneut nachgewiesen werden müsse. Nach der Auffassung des OLG Celle könne das Grundbuchamt in diesen Fällen nicht ohne weiteres davon ausgehen, dass die Bewilligungsbefugnis des eingetragenen Eigentümers nach wie vor bestehe. Die Bewilligung sei in der Form des § 29 GBO nachzuweisen.

 

Schufa-Vermerk und Insolvenzplan

 

Das OLG Frankfurt hatte sich mit einem interessanten Fall zu einer vorzeitigen Löschung von Daten in der Schufa zu beschäftigen: Aufgrund eines Insolvenzplanes war das Insolvenzverfahren über den Betroffenen bereits nach einem Jahr wieder aufgehoben worden. Der Kläger hatte versucht, das Gericht davon zu überzeugen, dass die Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach § 258 InsO zu einer Verkürzung der Prüffrist gemaess § 35 Abs. 2 Nr. 4 BDSG führe und deshalb bereits 3 Jahre ab dem Beginn des auf die Eröffnung des Insolvenzverfahrens folgenden Jahres die Löschung stattfinden müsse. Das OLG Frankfurt hat jedoch entschieden, dass die Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach § 258 Abs. 1 InsO keinen Fall darstelle, der zwingend zur vorzeitigen Löschung wegen Verkürzung der Prüffrist des § 35 Abs. 2 Nr. 4 BDSG führe. Nach Auffassung des Gerichts besteht ein berechtigtes Interesse des Geschäftsverkehrs an der Speicherung der Information über die Aufhebung des Insolvenzverfahrens nach § 258 InsO. Da das Insolvenzverfahren nach § 258 InsO beendet wurde, ergäben sich Hinweise, die zu einer genaueren Bonitätsprüfung berechtigten Anlass geben könnten. Das OLG hat dem Verlangen nach einer vorzeitigen Löschung eine Absage erteilt.

 

Zahlungsaufforderung vor Erhebung der Anfechtungsklage

 

Im Falle der Anfechtung nach dem Anfechtungsgesetz werden Anfechtungsgegner oft erst Jahre nach dem Kontakt mit der Schuldner mit Forderungen überzogen. Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte sich mit einem Fall zu beschäftigen, in dem der Anfechtungsgegner vor Erhebung der Anfechtungsklage gar nicht zur Rückgewähr aufgefordert worden war. Es lag hier ein Fall der Vorsatzanfechtung vor. Da jedoch bereits für den Gläubiger im Grundbuch ein Verfügungsverbot eingetragen war, hatte, so das OLG Düsseldorf, der Gläubiger auch den Anfechtungsgegner erst zur Erfüllung des Rückgewähranspruchs aufzufordern, bevor er die Klage erhob. Unterlässt der Gläubiger dies, so muss er auch damit rechnen, dass die Kosten des Klageverfahrens ihm auferlegt werden, sofern der Anfechtungsgegner sofort anerkennt. Die zugrunde liegenden Vorschriften sind das Anfechtungsgesetz § 3 Abs. 1, Abs. 2, § 11 Anfechtungsgesetz und § 93 ZPO.

 

Unwirksame Entgeltklausel in Banken-AGB

 

Der Bundesgerichtshof hat am 27.01.2015,  AZ: XI ZR 174/13, entschieden, dass eine bestimmte Preisklausel in Banken AGB, die einen Preis pro Buchungsposten mit 0,35 Euro festsetzt zumindest gegenüber Verbrauchern unwirksam sei. Wesentlicher Inhalt der Entscheidung ist, dass die Klausel auf sämtliche Buchungen bezogen war und sich diese auch auf Verbraucher bezog. Das Gericht hielt diese Klausel nach § 307 Abs. 3 Satz 1 BGB für kontrollfähig und stellte fest, dass diese gemäß § 307 Abs. 1 Satz BGB gegenüber Verbrauchern unwirksam sei. Die Begründung hierfür lautet, dass diese zum Nachteil gegenüber den Verbrauchern von § 675 y BGB abweiche.

 

Keine Verwirkung des Widerrufsrechts bei nicht ordnungsgemäßer Widerrufsbelehrung: Darlehen

 

Das Landgericht Wiesbaden hat mit Urteil vom 18.12.2014, AZ: 9 O 95/14, bekräftigt, dass ein Widerruf von Darlehensverträgen auch dann möglich sei, wenn das Darlehen bereits vorzeitig zurückgezahlt wurde. Es sei in diesem Zusammenhang unerheblich, ob es sich um eine Kündigung oder eine einvernehmliche Aufhebungsvereinbarung handele. Auch auf Verwirkung kann sich das Kreditunternehmen nicht berufen, wenn es die Situation selbst herbeigeführt hat, indem es bei Abschluss eines Darlehensvertrages eine eben nicht ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung erteilt hat.

 

Haftung wegen Firmenfortführung bei Fortführung einer bloßen Geschäfts- oder Etablissementbezeichnung?

 

Der Bundesfinanzhof hat sich mit der Frage einer Nachfolgehaftung gemäß § 25 HGB beschäftigt. Mit Urteil vom 20.05.2014, AZ: XII R 46/13, hielt das Gericht fest, dass wesentliche Voraussetzungen für eine Nachfolgehaftung gemäß § 25 HGB sei, dass neben der Geschäftsfortführung auch tatsächlich eine Fortführung der bisherigen Firma, also auch des Namens des Unternehmens, stattfinde. Für die Prüfung dieser Frage komme es darauf an, ob der Name geeignet sei, den Geschäftsinhaber im Rechtsverkehr unterscheidbar und erkennbar zu machen (Individualisierung). Wird lediglich das Geschäftslokal oder der Betrieb allgemein gekennzeichnet, so handelt es sich noch nicht zwingend um eine Firma, anders, wenn die Bezeichnung auch auf Briefbögen und sonst im Rechtsverkehr „firmenmäßig“ verwendet wird.

 

Beitreibung von (Alt-)Forderungen aus Versicherungsprämien neben dem Insolvenzverfahren?

Dürfen Krankenversicherungen neben dem Insolvenzverfahren (Alt-)Forderungen aus Versicherungsprämien verlangen?

 

Während bislang die Insolvenzschuldner auf einen Neuanfang zu den bekannten Bedingungen nach Erteilung der Restschuldbefreiung hoffen durften, hat sich nahezu unbemerkt von der Öffentlichkeit eine Reihe von Gerichten daran gemacht, den privaten Krankenversicherungen bei Forderungen aus Krankheitskostenversicherungen die Einforderung und Titulierung von Prämienrückständen außerhalb des Insolvenzverfahrens zu gestatten.

Das hat ganz erhebliche Konsequenzen: Bei teilweise über Jahre aufgelaufenen Rückständen aus den Krankheitskostenverträgen ist ein Neustart nach dem Insolvenzverfahren –bei Insolvenzplänen oder nach der Wohlverhaltensperiode- praktisch nicht möglich. Hinzu kommt, dass einzelne Insolvenzgerichte auch die Stundung der Verfahrenskosten für das Insolvenzverfahren versagen, wenn ein Neustart wegen verbleibender Schulden nicht möglich ist.

Hintergrund ist folgender: Der Bundesgerichtshof (4. Senat) hat Anfang 2014 entschieden, dass die Schutzvorschrift des § 850 b ZPO, die dem Schuldner außerhalb des Insolvenzverfahrens Zahlungen der Krankheitskostenversicherung belässt , auch im Insolvenzverfahren -dann aber eben entsprechende- Anwendung findet, BGH Urteil vom 19.02.2014, IV ZR 163/13. Aus einer in diesem Zusammenhang leider unglücklichen Formulierung des Bundesgerichtshofes haben dann einzelne Amts- und Landgerichte, allen voran aber das Oberlandesgericht Schleswig Ende 2014, in einem Beschluss ( OLG Schleswig, Beschluß vom 30.12.2014, 16 W 168/14 ) etwas viel Weitergehendes gemacht:

Der Beschluss liest sich, als wollten die Richter die Insolvenzordnung auf den Kopf stellen: Bei dem Krankheitskostenvertrag handele es sich um ein insolvenzfreies Schuldverhältnis und weil die Gutschriften aus dem Krankheitskostenvertrag nach § 850 b ZPO entsprechend geschützt seien und damit außerhalb des Insolvenzverfahrens stünden, so seien auch die Prämienforderungen durch die Versicherungen außerhalb des Insolvenzverfahrens zu verfolgen.

Ohne jeden Ansatz hierzu im Urteil des Bundesgerichtshofs verlängert das Oberlandesgericht Schleswig noch den Geltungsbereich:

Erfasst werden sollen sogar die Altforderungen der Versicherungen, also diejenigen, die bereits vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens angefallen waren.

Diese Rechtsprechung dürfte Tausende von früheren Selbstständigen und freiwillig Privatversicherten viel Geld kosten, wenn dem nicht noch Einhalt geboten wird.

Wir rechnen damit, daß der Bundesgerichtshof im Jahr 2016 klarstellen wird, dass zumindest Forderungen, die vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens angefallen sind, nicht außerhalb des Insolvenzverfahrens verfolgt werden können, sondern gemäß § 87 InsO nach den Vorschriften der Insolvenzordnung zu verfolgen, also gemäß § 174 InsO zur Insolvenztabelle anzumelden sind.

Wir haben hierbei mit unserem Vorgehen vor Gericht bereits erfolgreich die Titulierung aufhalten können.

Soweit Versicherungen derzeit Forderungen über das Mahnbescheidsverfahren oder im streitigen Verfahren titulieren, sollte die Verteidigung durch eine spezialisierte Anwaltskanzlei aufgenommen werden, anderenfalls droht die rechtskräftige Feststellung der Forderungen.

 

Rechtsanwalt Holger Strothmann

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